Die Idee hinter O2B

Johanna

Gründerin von O2B

Was hat dir in Rosenheim gefehlt, sodass du O2B gegründet hast?

Ich bin in Rosenheim geboren und aufgewachsen, war aber viele Jahre weg.

Als ich Anfang des Jahres zurückgekommen bin, habe ich vieles mit anderen Augen gesehen: die Berge, die Seen, die Natur direkt vor der Haustür – aber auch die vielen Möglichkeiten, die Rosenheim und die Region eigentlich bieten.

Gleichzeitig ist mir aufgefallen, dass es trotz all dieser Möglichkeiten oft gar nicht so leicht ist, neue Menschen kennenzulernen. Und das, obwohl wir heute so vernetzt sind wie nie zuvor.

Viele wünschen sich mehr Kontakte, gemeinsame Erlebnisse oder einfach mal etwas Abwechslung vom Alltag. Oft weiß man nur nicht, wo man anfangen soll.

Genau daraus ist die Idee für O2B entstanden.

Ich wollte einen Ort schaffen, an dem junge Erwachsene unkompliziert zusammenkommen, gemeinsam etwas unternehmen und die Region neu entdecken können – ohne Leistungsdruck und ohne das Gefühl, schon wieder den nächsten Termin im Kalender stehen zu haben.

Sondern etwas, auf das man sich freut.


Welche Erfahrung oder welcher Moment hat dir gezeigt, dass es O2B geben sollte?

Einen einzelnen Moment gab es eigentlich nicht.

Es waren eher viele kleine Situationen, die sich immer wieder wiederholt haben.

Freunde, die gerne neue Leute kennenlernen würden. Menschen, die nach einem Umzug, dem Studium oder einem neuen Job erst einmal Anschluss finden mussten. Oder Gespräche mit Leuten, die Lust hätten, mehr zu unternehmen, aber oft niemanden haben, der spontan dabei ist.

Gleichzeitig habe ich immer wieder erlebt, wie unkompliziert neue Kontakte entstehen können, wenn Menschen einfach gemeinsam etwas unternehmen.

Manchmal reicht schon ein Spaziergang oder ein gemeinsamer Abend, damit aus Fremden Bekannte werden.

Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass es wahrscheinlich viel mehr Menschen gibt, denen es ähnlich geht. Und genau daraus ist die Idee für O2B entstanden.

Wie sollen sich jemand nach einem O2B-Treffen fühlen, wenn er nach Hause geht?

Glücklich, entspannt und mit neuer Energie.

Am liebsten mit dem Gefühl, ein richtig schönen Abend gehabt zu haben.

Vielleicht hat man neue Menschen kennengelernt. Vielleicht einen Ort entdeckt, an dem man vorher noch nie war. Vielleicht hatte man einfach gute Gespräche und ein paar Stunden Abstand von allem, was sonst im Kopf herumschwirrt.

Wenn man auf dem Heimweg denkt: „Das hat heute richtig gutgetan“, dann haben wir eigentlich schon alles erreicht.

Was machst du, wenn du gerade nicht an O2B arbeitest?

Die meiste Zeit verbringe ich tatsächlich mit meinem Studium und meiner Arbeit.

Wenn dann noch Zeit bleibt, zieht es mich meistens nach draußen. In die Berge, an einen See, zum Sport oder einfach auf einen Kaffee mit Freunden.

Ich glaube, genau dort tanke ich die Energie, die im Alltag manchmal verloren geht.

Viele der O2B-Aktivitäten spiegeln eigentlich genau die Dinge wider, die ich selbst gerne mache: draußen unterwegs sein, neue Menschen kennenlernen und die Region immer wieder neu entdecken.

Genau deshalb liegt mir das Projekt auch so am Herzen.